Ernst Hermann Meisel
* ?, + 27.05.1931

1. Posaunist, Mitglied vom 01.12.1877 - 31.12.1913
In Glauchau trat er 1867 seine erste Stelle an, wo er bis 1869 blieb. Nach dem deutsch- französischen Krieg, an dem er in der Kapelle des 2. Grenadieregiments Nr. 100 "Kaiser Wilhelm" teilnahm, trat er 1872 als Soloposaunist in die Mansfeld´sche Kapelle ein.
Im Jahr darauf ging er in die Bilse`sche Kapelle nach Berlin.
(aus " Von der churfürstlichen Cantorey zur Sächsischen Staatskapelle Dresden" Andreas Schreiber/ 2003)

In diese Zeit fällt auch das Wirken des berühmten Dirigenten Schuch.
Gölfert, Reinert, Meisel, Zeisig, Teuchert, Richard Arnold, Konrad Bruns, Reinhold Arnold, Karl Hausmann waren unter seiner Leitung Mitglieder der Kapelle und auch an den Uraufführungen von Richard Strauss beteiligt.

Meisel war Freimaurer und Mitglied der Loge "Zu den drei Schwertern".
Musik und Gesang spielten bei den Zusammenkünften der Dresdner Logenbrüder, die im bürgerlichen Dasein häufig Mitglieder von Gesangvereinen, Sänger der Hofoper sowie Kapellmeister, Musikdirektoren und Kammermusiker der königlichen Hofkapelle waren, eine große Rolle. Neben den rituellen Gesängen und Instrumentalkompositionen, die zur feierlichen Umrahmung der Arbeits- und Trauerlogen dienten, wurde vor allem das volkstümliche Liedgut gepflegt, welches bei den geselligen Zusammenkünften während des Brudermahls und der Festtafel-Loge erklang. Für die musikalische Ausgestaltung der maurerischen Arbeiten war der Musikmeister verantwortlich, dem die musikalischen Brüder unterstanden. Er wurde auch bei der Aufnahme neuer musikalischer Brüder zu Rate gezogen. Die am meisten in der Loge verwendeten Instrumente waren die Orgel und das Harmonium. In den Bauhütten der sächsischen Residenz erfreuten jedoch auch mehrere Streich- und Bläservereinigungen die Logenbrüder mit ihren Darbietungen. Besondere Berühmtheit erlangte das Dresdner Blechbläserquartett.

Zur Erhöhung der Feststimmung trugen auch die Darbietungen des Posaunenquartetts bei, dem die Kapellmitglieder August Gölfert, der vor seiner Berufung zum Kammermusiker der Königlichen Kapelle im Gewerbehausorchester musizierte, Ernst Herrmann Meisel, Hermann Reinert und August Bruns angehörten. Letzterer war von 1861 bis 1892 als Tubaist der Hofkapelle tätig und half bei Bedarf auch als Posaunist aus. (Quelle: Fotothek der SLUB Dresden)